Euripides

Iphigenie in Aulis

Posthum (406 oder später) zusammen mit Alkmeon in Korinth und Die Bakchen aufgeführt.

Inhalt

In Aulis sammeln die Achäer ein gewaltiges Heer, um die entführte Helena mit Gewalt aus Troja zurückzuholen, doch Artemis hält die Winde zurück und verlangt Agamemnons Tochter als Opfer.

Unter dem Vorwand, sie mit Achilleus verheiraten zu wollen, wird Iphigenie von den beiden Atriden, Agamemnon und Menelaos, nach Aulis gelockt. Die Bedenken, die den Brüdern dann doch kommen – nicht zuletzt wegen der mitgereisten Klytaimestra –, werden auch unter dem Druck des Heeres und dessen Sprecher Odysseus bei Seite geschoben.

Bei der Opferung entrückt Artemis das junge Mädchen im letzten Moment, an ihrer Stelle trifft Agamemnons Schwert ein Hirschkalb.

Mythos

Die Geschichte von Iphigenie in Aulis ist auch in Ovid’s Metamorphosen (12. Buch) nachzulesen.

In Aischylos’ Tragödie Agamemnon ist von dem wundersamen Austausch (Hirschkalb gegen Mädchen) nicht die Rede, alle gehen davon aus, dass Agamemnons Tochter tatsächlich in Aulis geopfert wurde.

Homer erwähnt die Geschehnisse in Aulis weder in der Ilias noch in der Odyssee; es gibt bestenfalls einige, wenige Textstellen, die man als Anspielung auf die Opferung interpretieren könnte.

Zur Problematik rund um die Agamemnontochter bzw. -töchter siehe Artikel Iphigenie

Vorgeschichte:

Weiterer Verlauf der Geschichte:

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2003 / April 2005

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Euripides: Iphigenie in Aulis

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